Seinsprinzip

Die Philosophiegeschichte des Westens ist auch die Geschichte der Ontologie, also der Beschäftigung mit dem Sein. Schon lange ist klar, daß das Sein nie beschreib- oder erfassbar sein wird, weshalb die Ontologie heutzutage mehr oder weniger im Koma liegt.

Auf dieser Seite möchten wir versuchen, die von uns bisher erkannten grundlegenden Prinzipien des Seins darzustellen.

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Im folgenden möchte ich die platonische Ideenlehre derart auffassen, daß nicht nur allem materiell, im Bereiche der Gefühle oder des Mentalen (wobei diese Begriffe noch definiert werden müssen) Existierenden die Idee davon zugrunde liegt, sondern auch innerhalb der Ideen eine Hierarchie existiert, etwa derart, daß im mathematischen Sinne eine Basis existiert, aus der alle anderen (Nichtbasismitglieder) eindeutig kombiniert werden können. Eine solch Ideen-Basis würde u.a. die Idee des Dualismus und die Idee der Individualität sowie die Idee der Schichtigkeit und die Idee der Evolution und der Invotution beinhalten. Gesucht ist also eine minimale Ideen-Basis derart, daß sich, einer Baum-Struktur entsprechend, alle anderen Ideen daraus erzeugen lassen. Gemäß der Wurzel des Begriffs kann es sich bei Prinzipien nicht um weit nachgeordnete Inhalte handeln.

Wenn man davon ausgehen wollte, daß der Mensch keine Ideen erfinden kann, sondern nur in der Ideenwelt als der höchsten Seinsebene (für die Theisten: unter dem, was Sie Gott nennen) vorhandene wahrnehmen, erfordert der Ansatz zu diesem Projekt, sich keine Beschränkung auf eine Wissendisziplin aufzuerlegen, sondern möglichst viele Wissenschaften, religiöse und (auch Nichtwissenschaftlich-) philosophische Systeme auf deren angenommene Prinzipien abzuklopfen.

Bevor wir demnächst mit dem Versuch der Herleitung eines solchen Systems beginnen, hier schon einmal ungeordnet einige Prinzipien:

Grundprinzipien
Statik
Idee
Einheit (nichtexplizite, alternativlose)
Grenze/Abgegrenztheit/Teil
Polarität (Dualismus) ( -> pos. - neg. neutral )
Dynamik
Geschehen
Separation, Spaltung - Vereinigung, Aufgehen in - Teil sein
begrenzte/beschränkte Existenz
die Umsetzung einer Idee in eine Schicht der (restlichen) Welt (außerhalb der Ideenwelt)
Materie, Raum, Zeit -> räumlicher, zeitlicher Abstand
(scheinbar) orthogonale Dimensionen (Unabhängigkeit) (Eingeflochtenheit) (Raum,Zeit)
Kreislauf - Linearität (ad 1: Jahr, Monat, Tag, Yuga) (ad 2: Leben)
Evolution - Involution (Schichtigkeit u.a. -> Einheit in der homogenen Vielheit)
Parallelität / Koinzidenz - Konvergenz - Divergenz
Ursache - Wirkung
Anziehung - Abstoßung - Indefinit (ad 1: Gravitation, Ablenkung, Liebe)
Hierarchie
Materie/Energie - Information (Idee) (ad 2: -> Erinnerung, Vergessen)
Strukturen
Abgeschlossenheit - Offenheit
Individuum -> Individualisierung
Interdependenz (-> Chaostheorie) (Vernetzung)
Selbstorganisation - Fremdorganisation
Dissipation
Individuen
Bewußtheit, Bewußtsein
Flexibilität, Suboptimalität zwecks Flexibilität - Inflexibilität
Prozesse
Schöpfung
Erfindung, Kombination
Iteration
Wechsel
Unterbrechung, Verzögerung, Behinderung, Verhinderung
Anfang (z.B. Typogenese)
Ende (z.B. Typostase)
Statik - Dynamik / Veränderung
Vorbedingungen, Randbedingungen
Versuch
Entscheidung